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Ausgaben der /Schriftenreihe »Galerie«

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Katalog zur Ausstellung

»Erste Realismus-Triennale«


Jahresausstellung des Künstlersonderbundes im Martin-Gropius-Bau, Berlin
6. Februar – 21. März 1993

439 Seiten mit farbigen Abbildungen der ausgestellten Werke und Künstlerbiografien Beiträge von Manfred Bluth, Heinz Spielmann, Wilhelm Salber, Prof. Helmut Börsch-Supan, Dieter Hoffmann, Peter H. Feist und Klaus Fußmann


© Ars Nicolai GmbH, Berlin 1993
Umschlaggestaltung: Prof. Reinhart Braun

Auszug aus dem Vorwort
von Professor Manfred Bluth († 2002), Gründungsmitglied und erster Vorstandsvorsitzender
des Künstlersonderbundes  anzeigen            ausblenden

Vom Stand und vom Lauf der Dinge

Der große Streitpunkt der fünfziger Jahre, ob nun abstrakt oder gegenständlich sein soll, ist mittlerweile historisch geworden, weil ein- und überholt von der inzwischen eingetretenen ›Entgrenzung‹ der Kunst. »Indem einer geht und besorgt sich Keilrahmen und spannt darauf eine Leinwand – damit beginnt der Fehler«, erklärte Josef Beuys bereits am Ende der sechziger Jahre. Warum das ein Fehler sein sollte, begründete er nicht, und so könnte die Antwort ebenso apodiktisch ausfallen: Indem sich einer einen Eimer billiger Margarine besorgt und schmiert diese auf den Sitz eines Holzstuhls – damit beginnt der Fehler!

Nun wollen die Realisten nicht länger am Katzentisch sitzen, sondern als legitimer Teil der Moderne begriffen werden, von der sie sich selbst ja nie verabschiedet hatten. Der etwas welk gewordenen Moderne kann ein solcher Prozess nur gut tun, vor allem wenn er dazu führt, dass sie sich nicht länger in dummen Hochmut als lineare Entwicklung hin zu einer verinnerlichten ›ewigen‹ Avantgarde begreift. Es ist einfach nicht möglich, von einer »Postmoderne« auszugehen, in der die Realisten gar nicht mehr vorkommen! Als isoliertes Happening, abgeschirmt vom Rest der Welt, die sich chaotisch-nichtlinear weiterbewegt, dürfte das auf die Dauer eher der Entwicklung einer Sonderform von Verhaltenskomik im Kunstbereich förderlich sein. Innovativ sind die Realisten durchaus gewesen, sie haben sogar regelrechte Entwicklungssprünge gemacht, vergleiche ich nur den heutigen Stand mit dem Bild, das der Realismus in der Zeit meiner eigenen künstlerischen Jugend in den fünfziger Jahren abgab.

Der Künstlersonderbund ist eine freie Vereinigung von Künstlerinnen und Künstlern, die gegenständlich-realistisch arbeiten...in §2 seiner Satzung sind Sinn und Zweck der Vereinigung wie folgt erläutert. »…Er (der Verein) stellt sich die Aufgabe, dieser Kunstströmung zu größerer Akzeptanz bei der Kritik, im Bereich der öffentlichen Sammlungen und den Medien im allgemeinen zu verhelfen. Es soll erreicht werden, dass diese Kunsttendenz als ein in ihrem Rahmen innovativer Teil der künstlerischen Moderne verstanden und betrachtet wird. Darüber hinaus soll die kunstinteressierte Öffentlichkeit über die Breite und Vielfalt dieser künstlerischen Strömung besser informiert werden, als dies bisher der Fall gewesen ist.«

Katalog zur Ausstellung

»Die Kraft der Bilder«
Jahresausstellung des Künstlersonderbundes im Martin-Gropius-Bau, Berlin

10. Februar – 08. April 1996

463 Seiten mit farbigen Abbildungen der ausgestellten Werke und Künstlerbiografien Beiträge von Matthias Koeppel, Manfred Bluth, Günter Kunert, Hannes Schwenger, Vittorio Sgarbi, Ken Currie und Nikolaus Störtenbecker

© Ars Nicolai GmbH, Berlin 1996
Umschlaggestaltung: Bernd Fischer, Berlin – nach einem Plakatmotiv von Johannes Grützke

Auszug aus dem Vorwort von Professor Matthias Koeppel, Gründungsmitglied und 1. Vorsitzender
des Künstlersonderbundes 1993 – 1996  anzeigen            ausblenden

Zur Ausstellung

Der Künstlersonderbund veranstaltet seine zweite große Ausstellung im Martin-Gropius-Bau. Die erste war ein aufbegehrender Hinweis darauf, dass der Realismus neben anderen Entwicklungen im Bereich der bildenden Künste ein beharrlich fortschreitendes Prinzip darstellt, das nicht länger mit Stillschweigen übergangen werden könnte. Die heftigen Reaktionen der Öffentlichkeit – von tiefer Verdammnis bis hin zu leidenschaftlicher Zustimmung – haben dieses Unternehmen gerechtfertigt und dem Stillschweigen ein Ende bereitet

Diese zweite Ausstellung am selben Ort kommt weniger kämpferisch daher; sie will nichts beweisen, sondern nur dasein, dasein im europäischen Spektrum und durch die Kraft der Bilder wirken.

Der Künstlersonderbund in Deutschland e.V. vereint Künstlerinnen und Künstler, deren Werke erkennbar die Realitäten unserer Zeit widerspiegeln. Um Wiedererkennbares herzustellen, bedarf es eines hohen Maßes an handwerklichem Können, ein Können, das dazu dient, die künstlerische Botschaft zu transportieren und den Betrachter mittels allgemein verständlicher Bildsprache in Erstauen zu versetzen. Das kann zu Ablehnung oder Zustimmung führen, kann Rätsel aufgeben, Träumereien auslösen, Visionen und Erkenntnisse provozieren. Die Kraft der Bilder wirkt direkt, ohne Entschlüsselungsprobleme. Die Ausdrucksmittel reichen vom expressiven Zugriff über abstrahierende Vereinfachung bis zu photographischer Genauigkeit.

Am Ende dieses Jahrhunderts blicken wir auf ein abenteuerliches Experimentierfeld der Ismen zurück. Vieles davon ist der Sucht nach neuer Mode entsprungen, andere Strömungen haben die Bildsprache unserer Zeit erheblich verändert bzw. erweitert. Der Realismus der Gegenwart hat viel davon profitiert. Man stelle sich vor: »Das Begräbnis von Ornans« hinge in dieser Ausstellung – es ließen sich Hunderte von Schritten der Weiterentwicklung bis zu heutigen realistischen Ausdrucksweisen feststellen. Das spricht nicht gegen Courbet, sondern für die Entwicklungsfähigkeit des realistischen Prinzips: ein Strom, der unbeirrt breiter werdend dahinfließt. Nebenarme versiegen oder schwellen an, Glanzlichter blitzen auf und verlöschen wieder. Realismus ist ein ewiges Prinzip, variantenreich wie unser Leben, das er widerspiegelt , bekanntlich sagte ja schon Kurt Schwitters: »Ewig währt am längsten.«

Katalog zur Ausstellung

»Überblick 2002 – Malerei«
Jahresausstellung des Künstlersonderbundes
in der Kommunalen Galerie, Berlin



72 Seiten mit farbigen Abbildungen der ausgestellten Werke und Vitae der Künstler Beiträge von Fritz Peter Hoppe und Peter Berndt

© Künstlersonderbund in Deutschland 1990 e.V. Realismus der Gegenwart, Berlin 2002
Scans und Bildbearbeitung: Frank Suplie
Gestaltung und Gesamtherstellung: Sigurd Wendland

Auszug aus dem Vorwort von Fritz Peter Hoppe,
Vorsitzender des Künstlersonderbundes 1999 – 2007  anzeigen            ausblenden

In diesem Jahr trat der Künstlersonderbund in Deutschland mit drei Ausstellungen in Berlin an die Öffentlichkeit. Im August zeigten 33 Mitglieder im Gutshaus Steglitz Zeichnungen, im September bis Anfang November 30 Bildhauer in St. Matthäus am Kulturforum »Figürliche Plastik der Gegenwart«. Beide Ausstellungen fanden viel Beachtung und Anerkennung.

Mit »Künstlersonderbund – Malerei – Übersicht 2002« in der Kommunalen Galerie soll in diesem Jahr unser Bemühen abgeschlossen werden, die realistisch-gegenständliche Darstellung in der bildenden Kunst der Gegenwart als unverzichtbares Spektrum künstlerischer Aussagen herauszustellen. Gleichzeitig wird damit auch die weitgefächerte und kreative Vielfalt innerhalb des Grundprinzips Realismus wieder sichtbar. Für diese Ausstellung wird nun, wie auch schon für die ›Figürliche Plastik‹, ein Katalog vorgelegt.

Der Kunstfreund und aufmerksame Beobachter des gegenwärtigen Kunst- und Kulturbetriebes möge diesem Wagnis von risikoreicher Initiative und eigenverantwortlichem Handeln, bei sehr eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten, mit Offenheit, Freude und Anerkennung begegnen. Dieses mutige Hervortreten und Gestalten in Gemeinschaft eines besonderen Künstlerkreises ist ein wohltuendes Beispiel für einen schöpferischen und unabhängigen Geist in schwieriger Zeit für bildende Künste.


Katalog zur Ausstellung  

» ...und sie erkannten, dass sie nackt waren... «
Figürliche Plastik der Gegenwart, St. Matthäus– Kirche im Kulturforum, Berlin-Tiergarten

13. September – 10. November 2002

48 Seiten mit Schwarzweißabbildungen der ausgestellten Plastiken. Mit einem Vorwort von Christhard-Georg Neubert, Direktor der Stiftung St. Matthäus, und Fritz Peter Hoppe, Vorsitzender des Künstlersonderbundes. Einleitung: Prof. Helmut Börsch-Supan

© Stiftung St. Matthäus, Kulturstiftung der Evangelischen Kirche in Berlin Brandenburg,
Berlin 2002

Auszug aus dem Vorwort von Christhard-Georg Neubert, Direktor der Stiftung St. Matthäus und Fritz Peter Hoppe, Vorsitzender des Künstlersonderbundes 1999 – 2007  anzeigen            ausblenden

Zweifel an der Bildfähigkeit des menschlichen Körpers kennzeichnet die Moderne. Zwischen Körper und Bild ist eine Krise getreten, die sich im Vertrauensverlust des Abgebildeten äußert. Was die Bilder sagen und was sie verschweigen, steht in Frage.
Dennoch aber bleiben die Menschen fasziniert vom Bild: von ihren Selbstbildern und dem Bild, das sie sich von ihrem Gegenüber machen. Körperbild und Menschenbild bleiben seit den Anfängen menschlichen Daseins eng aufeinander bezogen.
Ehe Menschen ihr Dasein in Texten reflektierten, erschufen sie sich Bilder. Die biblische Erzählung vom Paradies und seinem Ende beinhaltet die visuelle Selbst-Entdeckung des Menschen: »Da wurden ihnen die Augen geöffnet, und sie erkannten, dass sie nackt waren« (Genesis 3,7).
Die vom Künstlersonderbund in Deutschland und der Kulturstiftung St. Matthäus gemeinsam besorgte Ausstellung hat eine längere – durch Finanznot überschattete – Vorgeschichte. An ihrem Ende verzeichnen wir nun erleichtert und dankbar das Gelingen des Projektes. Es versteht sich auch als Beitrag zu einem notwendigen öffentlichen Diskurs über Momente und Aspekte gegenwärtiger Bildhauerei, die sich einer realistisch-gegenständlichen Darstellungsweise verpflichtet weiß.

Katalog zur Ausstellung

»Überblick 2003«
Jahresausstellung des Künstlersonderbundes in der Kommunalen Galerie, Berlin-Wilmersdorf, 12. Oktober bis 23 November 2003



126 Seiten mit farbigen Abbildungen der ausgestellten Werke und Künstlerbiografien
Beiträge von Fritz Peter Hoppe, Dr. Ursula Prinz, Peter Berndt, Hans-Joachim Billib, Michael Engelhardt, Michael Otto, Hartmut Friedrich und Eberhard Linke

© Künstlersonderbund in Deutschland 1990 e.V. Realismus der Gegenwart, Berlin 2003
Konzeption: Peter Berndt

Auszug aus dem Vorwort von Fritz Peter Hoppe,
Vorsitzender des Künstlersonderbundes 1999 – 2007  anzeigen            ausblenden

Begegnen wir der Zeit,
wie sie uns sucht.
Shakespeare


Mitglieder des Künstlersonderbundes in Deutschland treten auch in diesem Jahr wieder mit einer großen Gemeinschaftsausstellung in Berlin an die Öffentlichkeit. In Malerei, Grafik und Plastik wird anspruchsvoller Realismus als wesentlicher Teil der Gegenwartskunst gezeigt. Mehr als achtzig Künstlerinnen und Künstler geben damit erneut einen spannungsreichen Überblick von zeitgenössischer bildender Kunst in gegenständlich figürlichen Ausdrucksform. Für Kunstfreunde und ein interessiertes Publikum eröffnet sich in dieser Ausstellung eine gute Möglichkeit zu konzentrierter und gesammelter Betrachtung. Über zeitbedingte Tendenzen hinaus werden zudem grundsätzliche Einsichten oder Fragestellungen gefördert. Stärke und Eigenart der Künstlerpersönlichkeiten treten im Vergleich hervor, und zwangsläufig ergeben sich viele Aspekte von Qualität, Kontinuität und Originalität. All dies ist wesentliches Anliegen unseres Vereins.
Diesmal werden einige Künstler in der Ausstellung wie im Katalog in Bildern und in ausgewählten kurzen Texten Einblick geben in ihr schöpferisch wirksames Umfeld oder auch in ihre individuelle Motivation. Das wird Interesse finden und die öffentliche Aufmerksamkeit beleben.
Den Künstlern erneut viel öffentliche Anerkennung und Erfolg mit dieser Ausstellung, sie ›begegnen unserer Zeit‹ mit Klarheit und ästhetischem Anspruch. Und den Besuchern vielfach bereichernde Eindrücke durch Kunstwerke, die mit ihrem Reichtum an persönlich geprägten Aussagen die Betrachte berühren mögen!

Katalog zur Ausstellung

»Überblick 2004«
Jahresausstellung des Künstlersonderbundes in der Kommunalen Galerie, Berlin-Wilmersdorf, 27. September – 7. November 2004



126 Seiten mit farbigen Abbildungen der ausgestellten Werke und Künstlerporträts Beiträge von Fritz Peter Hoppe und Ulrich Eckhardt


© Künstlersonderbund in Deutschland 1990 e.V. Realismus der Gegenwart, Berlin 2004
Gestaltung: Michael de Maizière

Auszug aus dem Vorwort von Fritz Peter Hoppe,
Vorsitzender des Künstlersonderbundes 1999 – 2007  anzeigen            ausblenden

Ein Traum, was sonst?
Kleist


Inzwischen ein fester Begriff, geht der Künstlersonderbund in das fünfzehnte Jahr seines Bestehens und legt mit diesem Katalog erneut Zeugnis ab von seinem Wirken und Wollen.
In unserer jährlichen Gemeinschaftsausstellung zeigen auch im »Überblick 2004« wieder Mitglieder und Gäste – aus ganz Deutschland – unjuriert neuere Arbeiten der Malerei, Plastik und Grafik.
Unser Katalog gibt durch eingestreute Texte und Skizzen Einblick in künstlerische Entwürfe und geistige Positionen. Die Individualität in der Sicht der Künstler bereichert diese Dokumentation von ausgewählten Arbeiten und erweitert den ›Überblick‹.
Dem Ausstellungsbesucher und Kunstfreund bleibt deshalb die schöne Aufgabe, selber zu entdecken und hinter dem Sichtbaren die verborgene Welt der Künste zu erfahren. Und vielleicht ist das Befassen mit Kunst und die Begegnung mit Künstlern und ihren Arbeiten in unserer so zweckorientierten Lebenswelt ›ein Traum‹ im Kleistschen Sinne. Aus Träumen und Visionen aber erhalten wir die Impulse für unser Handeln in der Wirklichkeit

Katalog zur Ausstellung

»KYTHERA – vom Geheimnis des Sichtbaren«
Jahresausstellung des Künstlersonderbundes in der Kommunalen Galerie, Berlin-Wilmersdorf, 9. Oktober – 20. November 2005

127 Seiten mit farbigen Abbildungen der ausgestellten Werke. Mit einem Vorwort von Fritz Peter Hoppe und Grußwort zum 15-jährigen Bestehen des Künstlersonderbundes von Walter Momper, Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin. Beiträge von Elke von der Lieth, Kommunale Galerie, und den KSB-Mitgliedern Peter Berndt, Michael Engelhardt, Eberhard Linke, Lars Lehmann, Michael Otto, Nikolaus Störtenbecker, Lud-
mila Seefried-Matêjková, Dirk Schmitt, Johannes Grützke, Sebastian Walter-Lilienfein und Carl Constantin Weber

© Künstlersonderbund in Deutschland 1990 e.V. Realismus der Gegenwart, Berlin 2005
Gestaltung: Michael de Maizière

Auszug aus dem Vorwort von Fritz Peter Hoppe,
Vorsitzender des Künstlersonderbundes 1999 – 2007  anzeigen            ausblenden

Unerschöpflich an Reiz,
an immer erneuter Schönheit
ist die Natur!
Die Kunst ist unerschöpflich wie sie.
Schiller


Im März 1805 schrieb Schiller diese Zeilen, zweihundert Jahre danach erscheinen seine Gedanken nicht nur über den Tag hinaus gültig, sondern auch wie ein Trost in großer Ratlosigkeit. Denn ein sicheres Erfassen der materiellen und geistigen Realität unserer Zeit ist schwieriger denn je. Das gilt auch für versiegende Fähigkeiten und vergessene Maßstäbe in der bildenden Kunst, wo sich der Umsturz elementarster Grundsätze nun völlig verbraucht hat. Nachdenkliches Besinnen als Wesentliches ist gefordert.
Der Künstlerbund trägt gerade deshalb auch in fünfzehnten Jahr seines Wirkens wieder Wagnis und Leistung einer großen Gemeinschaftsausstellung in Berlin, dem Ort, wo eine lange Tradition für gegenständliche Kunst vorhanden ist. Unter der Metapher »Kythera« soll konzentriert auf einen Kernbestand an Können in Malerei, Plastik und Grafik verwiesen werden.
Mit dem Ausstellungstitel »Vom Geheimnis des Sichtbaren« nehmen wir lediglich die alte Erfahrung auf, dass, auch bei deutlicher Sichtbarkeit und lesbarer Sprache der Formen und Farben, stets in jedem Kunstwerk ein Geheimnis für den Betrachter verborgen bleibt.

Katalog zur Ausstellung

»Ästhetische Botschaften – die Postkarte als Kunstwerk«

Ausstellung des Künstlersonderbundes im Museum für Kommunikation Berlin,
24. November – 3. Dezember 2006

118 Seiten mit farbigen Abbildungen der ausgestellten Werke, Grußworte von Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages, Dr. Christian Schwarz-Schilling, Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen a. D. und Fritz Peter Hoppe, Beiträge von Dr. Veit Didczunet, Dr. Anja Eichler und den KSB-Mitgliedern Peter Berndt und Michael Otto

© Künstlersonderbund in Deutschland 1990 e.V. Realismus der Gegenwart,
Berlin 2006

Auszüge aus den Grußworten von Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages, Dr. Christian Schwarz-Schilling, Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen a. D. und Fritz Peter Hoppe, Vorsitzender des Künstlersonderbundes 1999 – 2007  anzeigen            ausblenden

14,8 x 10,5 Zentimeter sind genug Platz für ein Kunstwerk – das zeigt der Künstlersonderbund mit seiner Ausstellung »Ästhetische Botschaften – die Postkarte als Kunstwerk«. Wenn man die Exponate betrachtet, kann man sich kaum vorstellen, dass die ersten Postkarten überhaupt nicht bebildert, sondern nur beschriftet wurden. Es war der preußische Oberpostrat Heinrich Stephan, der 1865 vorgeschlagen hatte, offene »Correspondenzkarten« mit aufgedruckten Postwertzeichen einzuführen, vier Jahre später wurde sein Vorschlag realisiert. Zu seinem 175, Geburtstag knüpft der Künstlersonderbund mit eigens gestalteten Exponaten an die kulturgeschichtliche Bedeutung der Postkarte an.
Mit Portraits, Landschaften, Karikaturen und Stillleben führt uns der Künstlersonderbund vor Augen wie vielfältig die Darstellungsmöglichkeiten der realistisch-gegenständlichen Malerei sind. Und nicht zuletzt zeigt er, dass die künstlerischen Gestaltungsmöglichkeiten selbst auf kleinstem Raum unbegrenzt sind: eine gelungene Hommage an den Oberpostmeister Heinrich Stephan.

Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages

Die Idee zu diesem Projekt der Künstler berührt mich persönlich in einer Zeit, die zwar eine ungeheure Dichte an Informationen aufweist, in der aber die humanitären, ästhetischen und Frieden stiftenden Botschaften oft verdrängt werden durch die Härte der Fakten politischer, wirtschaftlicher oder anderer Art.
So begrüße ich aus meiner persönlichen und Beruflichen Erfahrung diese Ausstellung von Künstlerpostkarten mit ihren zahlreichen und verschiedenen Botschaften im Museum für Kommunikation zu Berlin sehr und wünsche allen Beteiligen viel Erfolg, den Kunstfreunden und Freunden der Postkarte aber Bereicherung durch die Werke der Künstlerinnen und Künstler.

Dr. Christian Schwarz-Schilling, Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen a.D.

Und ein Letzter Gedanke zu diesem Projekt des Künstlersonderbundes: die zeitgenössische Kunst kann das Massenerlebnis der Gegenwart nicht ignorieren, aber wir dürfen auch unsere Traditionslinie nicht leugnen. Und Bildung, um die unsere Gesellschaft ja so intensiv bemüht ist, schließt auch Erfahrung im Umgang mit Kultur ein und macht die Wechselwirkung zwischen Materiellem und Geistigem bewusst. Von dorther kommt dann auch die Wertschätzung für die Künstler und das Erkennen ihrer Beiträge zu den Kulturideen in der öffentlicher Meinung. Vielleicht tragen Künstlerpostkarten als ›ästhetische Botschaften‹ in diesem Sinne dazu bei.

Fritz Peter Hoppe, Vorsitzender des Künstlersonderbundes 1999 – 2007

Katalog zur Ausstellung

»Lebensspuren«

Ausstellung des Künstlersonderbundes im Kunstverein Coburg,
15. Juni – 16. August 2008
und auf der Burg Beeskow 24. August – 19. Oktober 2008

120 Seiten mit farbigen Abbildungen der ausgestellten Werke, Vor- bzw. Grußworte von Christoph Wetzel, Vorsitzender des KSB, Joachim Goslar, 1. Vorsitzender des Kunstvereins Coburg e.V., Andreas Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha, Tilman Schladebach, Direktor Burg Beeskow

© Künstlersonderbund in Deutschland 1990 e.V. Realismus der Gegenwart, Berlin 2008
Redaktion: Peter Bradtke, Fritz Peter Hoppe, Gestaltung: Michael de Maizière

Auszüge aus den Texten von Christoph Wetzel, Joachim Goslar, Andreas Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha und Tilman Schladebach  anzeigen            ausblenden

Gemälde auf Leinwand, gerahmt an der Wand, Skulpturen aus Bronze oder Terrakotta auf Sockeln, ist das noch zeitgemäß? Der Künstlersonderbund in Deutschland/Realismus der Gegenwart gibt darauf seine Antwort und zieht Bilanz über die künstlerische Arbeit der letzten Jahre.
1990 in Berlin als gesamtdeutsche Künstlervereinigung gegründet und bisher fast ausschließlich dort präsent, wird er nunmehr bundesweit mit Jahres- und ergänzenden Themenausstellungen auf sich aufmerksam machen. Der Kunstverein Coburg, der seit jeher realistische Künstler aus den alten und neuen Bundsländern zeigte, ist in diesem Jahr Gastgeber, zusammen mit der Herzoglichen Hauptverwaltung Coburg. Für zwei Ausstellungsorte konzipiert, wird die Präsentation von Coburg anschließend in der Burg Beeskow im Brandenburgischen wiederholt. Auch Beeskow ist ein Ort in der Tradition realistischer Kunstprägung.
In einer Zeit permanenter multimedialer »Bildüberflutung«, durch welche der schnelle Aha-Effekt oder die fotografische »Erkennbarkeit« die flüchtige Wahrnehmung bedient, versuchen die ausgestellten Werke in der ihnen eigenen Sprache den Spuren gelebten Lebens nachzugehen. (...)

Christoph Wetzel, Vorsitzender des KSB

(...) Ein genauer Blick auf die Landkarte zeigt die Stadt Coburg in der Mitte Deutschlands, am Schnittpunkt zwischen Ost und West. Topografisch gesehen ist Coburg damit ein durchaus geeigneter Ort. Der Kunstverein Coburg als größter Kunstverein Bayerns und einer der großen in Deutschland hat mit seinem großzügigen, modernen Ausstellungsgebäude am unteren Ende des als englischen Garten angelegten Hofgartens die Kapazität und Qualität zu einer Leistungsschau der geforderten Dimensionen, besonders in der Konstellation mit der Partnerschaft der Herzoglichen Verwaltung als weiterem Ausstellungsbereich. (...)

Joachim Goslar, 1. Vorsitzender des Kunstvereins Coburg e.V.,

›Realismus der Gegenwart ‹ - mit diesem namentlichen Bekenntnis vereint der Künstlersonderbund in Deutschland den bewussten Bezug auf traditionelle Werte mit der Forderung nach Aktualität. Diese beiden Positionen werden oft als unvereinbare Gegensätze ausgespielt. Dass sie sich keineswegs ausschließen müssen, bezeugt auf künstlerischem Gebiet der Künstlersonderbund in eindrucksvoller Vielfalt. Er zeigt dies mit seiner diesjährigen Jahresausstellung - erstmals auch hier bei uns in Coburg.

Andreas Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha

(...) Das »kenntliche« Menschenbild ist eine solche Gemeinsamkeit, ein solches Kulturgut und ein solcher Traditions- zusammenhang. Unter diesem Gesichtspunkt ist dieses Ausstellungsprojekt »Lebensspuren« wie geschaffen für die Burg Beeskow. Jenseits des aufgeregten und atemlosen Kunstbetriebes erleben wir Zeitgenossen, denen Identität, Wurzel und Vorbild nicht versunkene Schemen sind. Es steht mir nicht zu, und es ist nicht der Ort hierein Wertungsgefälle aufzuzeigen. Ich will aber meiner Freude Ausdruck geben, die Mitglieder des Künstlersonderbundes in Deutschland auf der Burg Beeskow zu begrüßen.

Tilman Schladebach, Direktor Burg Beeskow

Katalog zur Ausstellung

»Berlin liegt in Brandenburg: Die Metropole und ›ihre‹ Provinz«

Eine Themenausstellung des Künstlersonderbundes auf der Burg Beeskow
28. Juni – 17. August 2008

33 Künstlerinnen und Künstler des Künstlersonderbundes stellen aus.

80 Seiten mit farbigen Abbildungen der ausgestellten Werke, Vorwort von Christoph Wetzel, Vorsitzender des KSB, Texten von Dr. Hans-Jürgen Rach und Michael Otto,
Kurzbiografien der ausstellenden Künstler

© Künstlersonderbund in Deutschland 1990 e.V. Realismus der Gegenwart, Berlin 2008
Redaktion und Gestaltung: Bernd Krüerke und Dennis Molchen

Auszüge aus dem Vorwort von Christoph Wetzel und aus dem Text von Dr. Hans-Jürgen Rach  anzeigen            ausblenden

So unterschiedlich, wie der Entstehungsort von Gemälden und Skulpturen ist, kann auch deren Bildsprache sein. Die hier ausgestellten Arbeiten entstanden oft aus völlig gegensätzlichen Impulsen. Braucht der eine die sich ständig verändernde, vibrierende Unruhe der großstädtischen Atmosphäre, sucht der andere die kontemplative Stille unter dem hohen Himmel Brandenburgischer Ländlichkeit. (...)
Ob der eine mit der Detailtreue eines Dokumentaristen abgelebte Berliner Fassaden malt, ob Begegnungen mit Menschen in der Großstadt zu Porträts auf Leinwand oder auf einem Sockel Gestalt annehmen, oder ob der Blick durch die Windschutzscheibe die vorbeifliegenden Alleenbäume zur Flucht in die Einsamkeit werden lassen, - es sind letztlich immer Spuren gelebten Lebens. (...)

Christoph Wetzel, Vorsitzender des KSB


Berlin – ein Marktflecken zwischen Spandau und Köpenick

Das vorgegebene Motto der Ausstellung ist zwar gegenwartsbezogen, regt aber auch zu Überlegungen über verschiedene historische Aspekte an.
Die meisten Künstler indes denken wohl nur recht selten über die erst allmählich gewachsenen Erscheinungsformen nach. Sie sehen diese einfach als gegeben an.
Und die Mehrzahl der Historiker arbeitet sogar nur in Ausnahmenfällen mit künstlerischen Mitteln.
Was die im Künstlersonderbund vereinten bildenden Künstler in jüngster Vergangenheit bezüglich des Themas gesehen und erkannt haben, wird in der Ausstellung auf der Beeskower Burg vom 29. Juni bis 17. August und im vorliegenden Katalog deutlich.

Dr. Hans-Jürgen Rach

Katalog zur Ausstellung

»Gegenstand:REALISMUS«

Jubiläumsausstellung 20 Jahre Künstlersonderbund

144 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen ausgestellter Werke, Beiträgen von Tobias Gall, Christoph Wetzel und Kurztexten ausstellender Künstler,
Kurzbiografien der ausstellenden Künstler

Preis 15 € bei Selbstabholung während der Geschäftszeit
zzgl. 1,40 € bei Bestellung (Postversand)

© Künstlersonderbund in Deutschland 1990 e.V. Realismus der Gegenwart, Berlin 2010
Redaktion: Michael Otto und Christoph Wetzel, Gestaltung: Michael de Maizière unter Verwendung eines Bildausschnitts von Michael Engelhardt

Auszüge aus dem Vorwort von Tobias Gall, Vorsitzender des KSB
und dem Text von Christoph Wetzel   anzeigen            ausblenden

20 Jahre Künstlersonderbund in Deutschland 1990 e. V. - Realismus der Gegenwart in einem Jahr der 20. Wiederkehr der Wiedervereinigung Deutschlands - keinesfalls eine zahlenmäßige Zufälligkeit. Der Künstlersonderbund ist die erste gesamtdeutsche Künstlervereinigung, der seit ihrer Gründung Künstler aus beiden Teilen Deutschlands angehören. Der Gedanke des Zusammenwachsens von Zusammengehörigem konnte im Künstlersonderbund jedoch losgelöst von Strukturgefechten verfolgt werden; Nur der materiellen Ausrichtung der künstlerischen Haltungen seiner Mitglieder galt die Aufmerksamkeit des KSB. Welche Entwicklung die gegenständliche, realistische Kunst der Mitglieder des Künstlersonderbundes seit der Wiedervereinigung genommen hat, kann der Ausstellung in den Uferhallen - am Gründungsort des Künstlersonderbundes - in Berlin ebenso wie diesem Katalog eindrucksvoll entnommen werden. (...)

Tobias Gall
Vorsitzender des Künstlersonderbundes in Deutschland 1990 e. V.


Von der Magie des Sichtbaren
Inmitten der Maßstablosigkeit einer längst nicht mehr überschaubaren Kunstszenerie kämpft nunmehr schon zwanzig Jahre der nackte Mann im Logo unseres Künstlersonderbundes in Deutschland mit der Hydra der Beliebigkeit und modernistischen Narretei für ein »Maß in den Dingen« (Horaz). Es ist nicht von ungefähr, dass dieser Sonderbund von Realisten ausgerechnet in Berlin gegründet wurde. Einer Stadt, die von jeher eine brisante Kunstszene aufzuweisen hatte. An der Wende zum 20. Jahrhundert bildete sich hier der hochaufgeladene Schauplatz kontroverser Kunstgattungen; Berlin zog eigenwillige internationale Künstlerpersönlichkeiten in die Metropole. Die Namen Bruno und Paul Cassirer sind durch ihr Gespür für neue künstlerische Strömungen und ihr Engagement als Galeristen und Verleger nicht wegzudenken.
Fast zeitgleich stellen akademische Künstler neben Impressionisten und expressiven Realisten aus. Wenig später schockieren kubistische und konstruktivistische Kunstwerke im heftigen Kontrapunkt zu den Vertretern der »Neuen Sachlichkeit«. Jene hochproduktive und stimulierende Ballung unterschiedlichster künstlerischer Temperamente blieb nicht ohne Konflikte zwischen der Berliner Sezession und den zugereisten »Brücke«-Künstlern. Max Liebermann verweigerte ihnen kurzerhand eine Ausstellung. »Denn wie soll das Übersinnliche ohne das Sinnliche begriffen werden«, argumentierte er. Seine künstlerische Toleranz ist überfordert, er verteidigt den Realismus. Mit diesem geschichtlichen Hintergrund eines künstlerisch sich gegenseitig induzierenden Streitklimas standen die Gründungsväter (und -mütter) unseres Künstlersonderbundes Manfred Bluth (†), Johannes Grützke, Matthias Koeppel, Gisela Breitling, Tremezza von Brentano und Ludmila Seefried-Matejkovä vor einer wichtigen Entscheidung. Sie wollten mit ihrem Leitspruch »Est modus in rebus« (Es ist ein Maß in den Dingen) sehr wohl eine bewusste Abgrenzung zum Deutschen Künstlerbund und verstanden sich als Sezession, wollten mit realistisch gegenständlicher Kunst eine Lesbarkeit ihrer künstlerischen Botschaft vermitteln. Wohl wissend, einer großen Tradition realistischer Berliner Kunst verpflichtet zu sein. (...)

Christoph Wetzel

Buchveröffentlichung zum zwanzigjährigen Bestehen

Künstler im Porträt

Herausgegeben von Fritz Peter Hoppe

223 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen

mit Grußworten von Prof. Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages
Tobias Gall, Vorstandsvorsitzender Künstlersonderbund
einem Text von Fritz Peter Hoppe »Zu diesem Buch«, zahlreichen Kurztexten und Statemenets von und über die mit Werken vertretenen Künstler, Bibliographie der
Veröffentlichungen des KSB

Preis 25 € bei Selbstabholung während der Geschäftszeit
zzgl. 1,40 € bei Bestellung (Postversand)

© Künstlersonderbund in Deutschland 1990 e.V. Realismus der Gegenwart, Berlin 2010
Gestaltung: Michael de Maizière

Grußworte von Prof. Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages und Tobias Gall, Vorsitzender des KSB / Auszug aus dem Text von Fritz Peter Hoppe   anzeigen            ausblenden

Grußwort
Als sich 1990 - im Jahr der Deutschen Einheit - Künstlerinnen und Künstler aus ganz Deutschland zusammentaten, um einem gegenständlich-figurativen Realismus zu mehr öffentlicher Aufmerksamkeit zu verhelfen, wähnte mancher darin einen »Angriff auf eingefahrene Sehweisen«. Das war zumindest für den Kunstmarkt nicht falsch beobachtet. Dabei steht der Realismus der Gegenwart, dem sich die inzwischen 103 Mitglieder des Künstlersonderbundes verpflichtet fühlen, in einer überaus langen Tradition gegenständlicher Kunst. Denn Realismus ist - in den Worten des Gründungsmitglieds Matthias Koeppel - ein ewiges Prinzip, variantenreich wie unser Leben, das er widerspiegelt. Gerade diese bemerkenswerte Vielfalt künstlerischer Gestaltungs- und Darstellungsmöglichkeiten macht die große Faszination realistisch-gegenständlicher Malerei, Plastik und Grafik aus.
In diesem Jahr feiert der Künstlersonderbund in Deutschland nicht nur sein zwanzigjähriges Bestehen, wozu ich all denen sehr herzlich gratuliere, die sich in den vergangenen Jahren für das gemeinsame Anliegen ehrenamtlich engagiert haben. Die Mitglieder können auch auf ein Jahrzehnt bemerkenswerter Jahresausstellungen zurückblicken, die entscheidend zu größerer öffentlicher Präsenz der gegenständlich-figürlichen Kunstströmung beitrugen. Dem gesellschaftlichen Dialog über den Realismus der Gegenwart als selbstverständlichem Teil der Moderne haben die Künstlerinnen und Künstler durch die Kraft ihrer Bilder zu neuem Schwung verholfen. Und ich bin sicher, dass dieser Jubiläumsband, der den Facettenreichtum der Stilrichtung in beeindruckenden Künstlerportraits dokumentiert, dazu weitere Anstöße geben wird. In diesem Sinne wünsche ich dem Künstlersonderbund in Deutschland auch in der Zukunft viel Erfolg.

Prof. Dr. Norbert Lammert
Präsident des Deutschen Bundestages


Grußwort
Mit Freude stelle ich diesem Buch ein Grußwort voran. Das Werk stellt anlässlich des 20jährigen Bestehens eine Hommage an die Mitglieder des Künstlersonderbundes dar und bringt in mannigfaltiger Weise zum Ausdruck, wie vielschichtig und facettenreich sich die Mitglieder unserer Künstlervereinigung mit unserem bleibenden Thema »Gegenstand Realismus« geistig und künstlerisch auseinandersetzen. Gerade mit dem Porträt wird die überragende Bedeutung unseres Gegenstandes im Konzert der zeitgenössischen Künste veranschaulicht. Dieses Buch erscheint als Ausdruck der großen Souveränität der Mitglieder des beim Vertreten ihrer künstlerischen Auffassungen. Die Freude über dieses Grußwort ist noch größer, da die Initiative zu diesem Buch von einem kleinen Kreis unserer Fördermitglieder ausging und wesentlich erst durch großzügige Kunstfreunde ermöglicht wurde. Für den Künstlersonderbund danke ich herzlich für diese Leistung und spreche im Namen aller Künstler Dank und respektvolle Anerkennung für mühevolle Redaktion, mäzenatisches Wirken und gelungenes schöpferisches Gestalten aus. Ich wünsche dem Buch eine weite Verbreitung.

Tobias Gall
Vorstandsvorsitzender Künstlersonderbund


Zu diesem Buch
Zwanzig Jahre »Künstlersonderbund in Deutschland« sind willkommener Anlass, diesem »sonderbaren« Bund Beachtung und Respekt zu bezeugen. Es ist Anerkennung für geistige Haltungen, ohne Leugnung von Wirklichkeitssinn und Distanz. Mit einem Buch wird Öffentlichkeit geschaffen, als Dank an die »Verbundenen«, welche über alle Moden hinweg für die »Sache der Wahrhaftigkeit« in ihrer Kunst eintreten. Die »Sonderbündler« sind für mich durch ihre schöpferische Initiative in der Bildenden Kunst geradezu ein Modell, das die vergessene Tradition der Eigenverantwortlichkeit mit dem Betonen eines Kernbestandes an Können in Malerei, Plastik und Grafik glücklich verbindet und deshalb von kultureller und gesellschaftlicher Bedeutung ist.
Eine Hommage von Kunstfreunden an alle Mitglieder eines deutschlandweiten Bundes will im öffentlichen Raum diesen Kreis von Malern, Zeichnern und Bildhauern gerade in seiner Qualität, Unabhängigkeit und Kontinuität betonen. Es ist die Gemeinschaft ebenso zu ehren wie alle beteiligten einzelnen Künstler. Seit zwei Jahrzehnten bilden sie beharrlich ein Forum für anspruchsvollen Realismus der Gegenwart. Das ist ohne öffentliche Subvention ein Wagnis, ein ideelles Eintreten um der Sache willen, fern von Zahlen und Zweckmäßigkeit.
Das Signet des Vereins zeigt sinnbildlich den dabei zu bestehenden Kampf gegen die Hydra der Beliebigkeit und des zirzensischen Zeitgeistes. Die tiefe Weisheit des Horaz, dass ein »Maß in den Dingen« sei, konnte deshalb als Leitspruch des Vereins nicht klüger von den Gründungsmitgliedern gewählt werden.
Berlin war 1990 der richtige Nährboden für eine Vereinigung von Künstlern aus Ost und West, die Realismus als geistige Haltung in ihrem Schaffen vertraten.
In vielen Begegnungen mit Künstlern dieses Kreises traten in meiner Wahrnehmung wohltuend schöpferische und unabhängige, geistreiche Persönlichkeiten hervor.
Was lag näher, als diese »Künstler im Porträt« über den Tag hinaus zu dokumentieren ? Zu finden war dafür eine angemessene Form.
Eigenwillige Persönlichkeiten wie Künstler in einem solchen Band zu versammeln, brachte aus Erfahrung und Einsicht aller schöpferisch Beteiligten die Notwendigkeit der harten Kompromisse. (...)

Fritz Peter Hoppe

 

Schriftenreihe »Galerie« - Forum für Mitglieder und Freunde des Künstlersonderbundes
Mit Beiträgen von Mitgliedern, Reden zu Ausstellungseröffnungen, Texten von Kunsthistorikern, Briefen, Betrachtungen, Buchtipps.
Eine Zielsetzung des Vereins ist die bessere Kenntnis der Künstlerinnen und Künstler untereinander
zu fördern. In diesem Sinne sollen diese Halbjahresschriften dazu beitragen, schriftliche Zeugnisse
von Mitgliedern zu verbreiten, die für einen größeren Leserkreis interessant und bereichernd sein können und über die vielleicht auch Dialog entsteht.

Informationen zum Inhalt der einzelnen Ausgaben beim Überfahren mit der Maus


Schriftenreihe Galerie – Redaktion: Reiner Schwarz, Gestaltung: Elke Hoffmann
© Künstlersonderbund in Deutschland 1990 e.V. Realismus der Gegenwart, Berlin 2002 ff.

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  Cover Katalog zur Ausstellung 1993

 

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  Cover Katalog zur Ausstellung 1996

 

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  Cover Katalog zur Ausstellung 2002 Malerei

 

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  Cover Katalog zur Ausstellung 2002 Plastik

 

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  Cover Katalog zur Ausstellung 2003

 

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  Cover Katalog zur Ausstellung 2004

 

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  Cover Katalog zur Ausstellung 2005

 

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  Cover Katalog zur Ausstellung 2006

 

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  Cover Katalog zur Jahresausstellung 2008

Gestaltung: Michael de Maizière unter Verwendung eines Bildes
von Michael Otto

 

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  Cover Katalog zur Themenausstellung 2008

Gestaltung: Dennis Molchan unter Verwendung eines Bildes
von Louis

 

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  Cover Katalog zur Themenausstellung 2010

Gestaltung:  Michael de Maizière unter Verwendung eines Bildausschnitts von Michael Engelhardt
 

 

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  Cover des Buches Künstler im Porträt

Gestaltung:  Michael de Maizière
 

 

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