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Cordelia von den Steinen ist 1941 in Basel zur Welt gekommen. Schon
früh hat sie sich entschlossen, Bildhauerin zu werden, diplomierte
sich aber zunächst als Zeichenlehrerin in Basel, um dann an der
Akademie von Mailand als Schülerin Marino Marinis zu studieren.
Marini riet ihr einen Aufenthalt in Rom an, wo sie zum ersten Mal
frei als Bildhauerin arbeitete. Das war ihr möglich, da sie 1965 das
Schweizerische Bundes-Stipendium gewonnen, und ihr außerdem das
Kunstmuseum Basel einen Rom-Preis verliehen hatte. Sie siedelte dann
in das Gebiet von Carrara über, um mit Marmor arbeiten zu können.
Sie empfand diesen aber nicht als ihre wirkliche Materie, und so
begann sie zu modellieren. Ihr ganzes Schaffen drückt sich bis heute
weitgehend mittels der Terracotta aus und ist von den Themen des
täglichen Lebens bestimmt.
In den Jahren im Marmorgebiet lebten sie
und ihr Mann, der Bildhauer Pietro Cascella, in täglichem und
freund-
schaftlichem Umgang mit zahlreichen Künstlern, wie Henry
Moore, Jaques Lipchitz, Costantino Nivola, Alicia Penalba,
Ipoustéguyi und vielen andern. In dieser Zeit erhielt sie die ersten
Aufträge (wie von der CIBA und dem Schweizerischen Bankverein) und
nahm zum ersten Mal an Ausstellungen Teil (1967 Salon de Mai und
Salon de la Jeune Sculpture in Paris, Biennale Internazionale di
Scultura, Carrara). 1970 wurde ihr ein Atelier an der Cité des Arts
in Paris für ein Jahr zur Verfügung gestellt. 1972 kam ihr Sohn
Jacopo, heute Maler, zur Welt. Unterdessen hatte sie angefangen,
auch Einzel-
ausstellungen zu machen, die erste in Heidelberg, dann u.a. in Mailand, Basel, Rom, Vaduz, später in Berlin.
Im Jahr 2005
wurde ihr eine große Retrospektive im Museum Marino Marini in
Florenz gewidmet. Sie gehört dem Künstlersonderbund Deutschlands an
und ist seit 1992 Mitglied der Accademia Nazionale di San Luca.
C.v.d.St. lebt und arbeitet in der Toskana und ist mit ihrer Arbeit
an vielen nationalen und internationalen Manifestationen
gegenwärtig. |
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Werke im öffentlichen Raum befinden sich u.a. in Basel, in Rhiad (Saudiarabien),
in Vencac (Jugoslavien), in der Universität von Chieti, am Flughafen
von Parma, im Ospedale di Santa Chiara in Pisa. |